Woche 1 von Frankreich -> Olbia
12. Juli 2026
Kiruna hat sich zum ersten Mal unter echter Verwendung bewiesen. Mit einer Crew von 5 sind wir am Sonntag losgesegelt. Die erste Schwierigkeit war die schwache Batterie und das Stromleck. Um jetzt aber nicht zu lang auf jedes Problem einzugehen, sondern auch etwas über die Reise zu berichten hier eine kurze Liste mit Problemen, die sich während der Reise ergeben haben:
- Stromleck durch die VHF-Antenne
- Schotbruch vor Olbia
- Hydraulikschlauch für Kielschwert gerissen
- Frischwasserschlauch abgefallen (Schreckmoment mit Wasser in der Bilge
- Logge sass fest
- Bilgenpumpe ausgefallen
Nun aber zu unserer Reise.
Am ersten Tag fuhren wir fast nur unter Motor zum Plateau des Chevres in der Calanque hinter Marseille. Im Golf von Fos begrüssten uns direkt ein paar Delfine, die sich aber nicht weiter für uns interessierten.
Die Fahrt verlief sonst recht ereignislos. Trotzdem bot die Calanque eine beeindruckende Kulissen als erster Ankerplatz. Der Anker hielt leider nicht so gut. Wohl auch aufgrund der recht starken Strömung von 1-2kn. Trotzdem konnten wir den Abend geniessen und auch noch ein bisschen baden.

Danach ging es nach Porquerolle. Wir mussten fast die ganzen 40 Seemeilen motoren. Porquerolle war wie immer wunderschön aber auch voll. Wenn wir den Preis von 93 Euro mit den Preisen gegen Ende dieses Törn vergleichen, sind die auch noch einigermassen OK.

Der grosse Schlag nach Korsika war von den Windverhältnissen her fast perfekt. Meistens konnten Halbwind oder Raumschots fahren. Der Motor kam nur am Anfang kurz zum Einsatz. Unterwegs sahen wir noch ein Schiff der Mistral Klasse (Französische Marine)

Wie das noch häufig der Fall ist bei Überfahrten, war die Ankunft dann wieder stressig. Es war sicher auch blauäugig, einfach mal in Bonifacio einzufahren und zu hoffen, dass es noch einen Hafenplatz gibt. So mussten wir wieder umdrehen und bei recht starkem Wind , der ins in die Calanque von Bonifacio drückte, manövrieren und wieder ausfahren. Zum Glück konnten wir dann in den nicht ganz günstigen Port de Cavallo einfahren. Die Insel ist sehr idyllisch und wir genossen den ausgiebigeren Landgang nach der Überfahrt.

Schliesslich ankerten wir noch zwei Nächte in Cale de Palma und vor Marinella. Trotz des noch starken Winds, war es recht friedlich und wir trafen vor Marinella noch zwei Segler auf Langfahrt an. Schön, dass auch hier nicht nur Charterboote und Luxusyachten unterwegs sind.
Zu guter Letzt fuhren wir noch mit der Trinquette in den Hafen von Olbia ein, wo wir uns noch ein Plätzchen man öffentlichen Steg ergatterten um das Boot bereit für die nächste Crew zu machen.
