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Woche 4 von Split -> Milna

  05. Oktober 2026

Wo soll ich anfangen? Der Törn im Sommer war wider Erwarten recht reibungslos, dafür war dieser Törn wider Erwarten voller Reibung.

Der ursprüngliche Plan war, mit der Familie gemütliche Tagesausflüge zu machen. Die einzige Strecke, die wir wirklich bewältigen mussten, war Split nach Milna. Das haben wir auch gleich am ersten Tag hinter uns gebracht.

Leider konnten wir Kiruna erst am Montag betreten, wodurch wir einige Abkürzungen nehmen mussten. Beispielsweise hätte ich es gerne vermieden, verschiedene Hydrauliköle zu mischen. Es war eine kleine, aber leider erfolglose Odyssee, das richtige Öl zu finden. Dafür haben wir andere mehr oder weniger nützliche Werkzeuge gefunden, die uns später noch helfen würden – zum Beispiel einen Rohrreiniger, zu dem wir später noch kommen.

Immerhin konnte ich das Antifouling noch ein bisschen ausbessern, besonders dort, wo wir die Ankerkette in der Bucht von Lastovo touchiert hatten.

So wurde Kiruna also am Montag wieder einmal professionell eingewassert und wir durften die Genua wieder anbringen. Das funktionierte zu zweit erstaunlich gut.

Die Überfahrt nach Milna war ein richtiger Genuss. Wir hatten zum grössten Teil guten Wind und konnten sogar Zeit gutmachen. Erst gegen Schluss mussten wir noch ein bisschen motoren.

In Milna angekommen, war die erste Priorität, die Bilgenpumpe zu reparieren. Dazu kam, dass die Kühlflüssigkeit, die wir in Split nachgefüllt hatten, bereits auf die Hälfte des Reservoirs gesunken war.

So verbrachten wir den ersten Tag damit, diese Probleme zu lösen. Leider wurden wir damit nicht fertig. Dann brach auch noch die Spitze mit der Bürste des billigen Rohrreinigers ab, als wir den Auslass der Bilgenpumpe entstopfen wollten.

Screenshot_20261008-214759 Würden wir es irgendwie schaffen, das Ding da wieder herauszuholen?

Leider war unsere Zange zu kurz, sodass wir die Bürste nicht greifen konnten. Der erste Tag war damit ohne nennenswerte Fortschritte verstrichen – im Gegenteil.

Am Mittwoch folgte deshalb unsere erste Fahrt nach Dračevića zum Baumarkt. Dort kauften wir auch gleich einen neuen Wasserhahn, um den alten, undichten Hahn zu ersetzen. Zum Glück fanden wir auch eine Zange, die ein bisschen länger war als die, die wir bereits hatten.

Zurück auf dem Boot gab es allerdings Ernüchterung. Der Hahn hatte die falschen Anschlüsse – er war für die Verwendung mit einem Durchlauferhitzer gedacht – und die Zange war ein kleines bisschen zu kurz, um die Bürste zu erreichen.

Immerhin gelang es schliesslich mit Hilfe der Zange und einer Pinzette, die ich auf Sardinien gefunden hatte, die Bürste zu entfernen. Am nächsten Tag würde es also nochmals zum Baumarkt gehen.

Nach diesem zweiten Ausflug konnten wir nun aber tatsächlich einige Dinge reparieren und ersetzen. Fugen wurden gefüllt, der Wasserhahn ersetzt, die Bilgenpumpe einmal durchgespült und die Bilge selbst gereinigt. Der Spibaum wurde endlich – mit einem gefundenen PET-Rohr – richtig fixiert, Opferanoden wurden ausprobiert und sogar das Ankerlicht funktionierte irgendwann plötzlich, nachdem wir die Pole getauscht hatten.

Screenshot_20261008-215119.Fotos

Sogar die Bodenplatten machten wir ein bisschen leiser.

Mit der bei mir einsetzenden Erkältung wurde es allerdings knapp für tatsächliches Segeln, weshalb wir nur noch einen Ausflug schafften. Wir fuhren zuerst in Richtung Šolta und ankerten dann in einer Bucht in der Nähe von Bobovišća na Moru, um ein bisschen zu baden.

Den Umständen entsprechend war es also ein erfolgreicher „Törn“. Trotzdem war es sehr schade, dass es nur eine wirkliche Ausfahrt gab. Hier noch ein Standbild von der Aufnahme der Hafeneinfahrt:

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Für den Moment bleibt das Boot in Milna bis im Frühling, aber ich werde dazwischen sicher einmal vorbeischauen. Die Rollanlage für das Grosssegel bleibt Priorität und Voraussetzung, um das Schiff im April nach Venetien zu verschieben.

Der Motor muss, wie die Hydraulik, im Auge behalten werden. Alles andere bleibt im Moment optional.